Vortragsmitschnitt: Kapitalistische Vergesellschaftung und Nationalistische Ideologie

Vortrag von Martin Dornis, gehalten am 19.08.2010 in Jena

Martin Dornis – Kapitalistische Vergesellschaftung und nationalistische Ideologie by keine farben

Der Vortrag befasst sich im ersten Teil mit einigen Thesen, die um das Verhältnis kapitalistischer Gesellschaft, Staat, Krise und nationalistischer Ideologiebildung kreisen. Sie werden erörtern, ob und in wieweit es einen deutschen Sonderweg gibt, was es heißt, von einem deutschen Kapitalismus zu sprechen, was diesen auszeichnet und was das deutsche Modell heute so attraktiv macht für historische Nachzügler kapitalistischer Entwicklung. Dabei wird auch zur Sprache kommen, was in Deutschland „Krise“ bedeutet und wie sich eine radikale Linke, die diesem Begriff gerecht werden will, zu einer solchen Krise zu verhalten hat.
Der zweite Teil diskutiert systematisch das Verhältnis von kapitalistischer Gesellschaft, dem Staat und der Ideologiebildung im Rahmen einer als Krisengeschichte verstandenen kapitalistischen Gesellschaft.
Dabei wird die marxsche Kritik an Wert, abstrakter Arbeit und der Warenförmigkeit der Produkte erläutert und dargelegt, wieso dazu auch die Individuen durch den Staat in die Form des Subjekts gebracht werden mussten. Die marxsche Kritik war zwar im speziellen eine Kritik des liberalen Kapitalismus, die aber dabei im Allgemeinen auch auf die totalitäre Tendenz dieser Gesellschaft abzielte. So wie der Nazifaschismus bereits im frühen Kapitalismus in Keimform angelegt war, so kann bereits auch die marxsche Kritik als vorauseilende Kritik am Nazifaschismus gelesen werden.

Der Nation das Herz brechen

Das Event zur Varusschlacht verderben

Aufruf gegen die Feierlichkeiten zum 2000-jährigen Jubiläum der Varusschlacht in Detmold.
I

Am 15. Mai wird in den ostwestfälischen Ortschaften Detmold, Kalkriese und Haltern am See eine Ausstellung anlässlich des 2000-jährigen Jubiläums der Varusschlacht eröffnet. Auch die Bundesrepublik will sich nicht lumpen lassen und lässt kurzerhand die Kanzlerin antanzen, um der Ausstellung den schwarz-rot-goldenen Segen zu erteilen. Unter dem Motto »IMPERIUM KONFLIKT MYTHOS« wird sich in die teutonischen Urwälder begeben, um eine gemeinsame Identität der Deutschen oder gleich ganz Europas zu suchen. Und wer sucht, der wird bekanntlich auch finden.

II

Denn ganz wie bei den unschönen Wohlfühlfeierlichkeiten zu 60 Jahre Grundgesetz oder 20 Jahre Mauerfall steht dabei weniger der tatsächliche Inhalt als der verbindene Gehalt kollektiver Identität im Vordergrund. Durch solche Events nationaler Selbstbestätigung können sich die Staatsbürger_innen1 als die Schicksalsgemeinschaft begreifen, die sie real auch sind.
Denn die kapitalistische Konkurrenz trifft die Individuen nicht unvermittelt sondern zuallererst als Bürger_innen ›ihres‹ Staates. Vom Abschneiden des Gewaltmonopolisten in der Weltmarktkonkurrenz hängen schließlich nicht zuletzt Bildungschancen und soziale Infrastruktur ab. Was sich nicht durch das Nadelöhr der Finanzierbarkeit pressen lässt, lässt sich im Kapitalismus bekanntlich schwer realisieren. Und ob es sich gerade um eine kleine oder eine große Nadel handelt, hängt maßgeblich vom tagtäglich bilanzierten Abschneiden eines Staates im weltökonomischen Wettnähen ab. Diese objektive Abhängigkeit der Bürger_innen von ihrem Staat führt häufig zu einer unwillkürlichen Identifikation mit dem Nationalen. Gegen die überall erfahrbare Ohnmacht und Kränkungen der kapitalistischen Konkurrenz, der Gewissheit tagtäglich auf der Wertigkeitsskala nach unten rutschen und die Grundlagen der eigenen Existenz verlieren zu können, verspricht die möglichst widerspruchsfreie Kollektivität trügerische Sicherheit. Diese Identität ist somit weder eingeflüstert noch strategisch gewählt sondern ist Reflex auf die Widersprüche kapitalistischer Vergesellschaftung. Und gerade darin liegt ihre ideologische Funktion.

III

Wird die falsche Kollektivität der nationalen Gemeinschaft erst einmal als Bastion gegen die Kränkungen der Konkurrenz in Stellung gebracht, so folgt daraus die Forderung der Bürger_innen an den Staat konkret für das eigene Kollektiv zu gewährleisten, was er nur formal garantieren kann: Tatsächliche Gleichheit und Schutz vor den negativen Folgen der Konkurrenz. Da der Staat diesen Widerspruch aber nie auflösen kann ist die Konsequenz der nationalistischen Forderung den Kreis der Anspruchsberechtigten entsprechend einzuschränken. In der Frage wie hart und mit welchen Mitteln der Staat durchzugreifen hat, um eben diesen Schutz zu gewährleisten und den Ausschluss zu vollziehen, scheiden sich dann die liberalen und offensiv nationalen Geister im Lager der Fans nationaler Zusammenkunft. Einige sind mit der staatlichen Umsetzung gar so unzufrieden, dass sie daraus das Recht ableiten diesen Ausschluss prompt selber zu vollführen, bis hin zu blutigen Hetzjagden auf das als fremd und schädlich Empfundene. Im Vordergrund steht dabei aber nicht der Ausschluss allein sondern die Sicherheit selbst vollzugsberechtigt zu sein. Der Drohung sich von ›Schmarotzern‹ zu entledigen, wohnt bereits die befriedigende Gewissheit bei, dass man als Teil des nationalen Kollektives ein Mitspracherecht hat. Ein echte Deutsche zu sein ist gefühlt, und im Konkurrenzalltag letztlich auch faktisch, eine deutlich angenehmere Position, als wäre man lediglich Mandy aus irgendeiner heruntergekommenen Vorstadt.

IV

Die Idee den Staat als Garant gegen die bitteren Ergebnisse der Konkurrenz stark zu machen ist natürlich insofern Quatsch, als dass der Staat die politische Form und Gewalt der kapitalistischen Produktionsweise ist und somit die Konkurrenz überhaupt erst aufrecht erhält. Es ist der Staat der als Gewaltmonopolist mit Hilfe des von ihm durchgesetzten allgemeinen Rechts überhaupt erst die Bedingungen für die Durchführung kapitalistischer Produktion gewährleistet. Die einzelnen Individuen haben kein Interesse an der Konkurrenz an und für sich, sie scheren sich nur um den Zwang mit anderen ökonomischen Akteuren – unter Drohung des eigenen Untergangs – konkurrieren zu müssen. Und dabei muss ihnen jedes Mittel recht sein. Eine freilaufende kapitalistische Konkurrenz würde somit in Mord und Totschlag um die besseren Plätze enden, wie es sich faktisch in kapitalistischen Gesellschaften ohne funktionierenden Staat auch regelmäßig ereignet. Ein ausuferndes Duell aller gegen alle, welches statt im Gerichtsaal auf dem Schlachtfeld vollführt wird, erschwert eine dauerhafte Reproduktion des Kapitalverhältnisses jedoch ungemein. Deshalb tritt der Staat als den einzelnen konkurrierenden Akteuren übergeordnete Instanz an, weil nur so der möglichst reibungslose Ablauf kapitalistischer Konkurrenz gewährleistet werden kann.

V

Neben der nationalen Identität gibt es im Kapitalismus jedoch ein ganzes Ensemble verschiedenartigster Ideologien. Zu den wirkmächtigsten Vertretern zählen Geschlecht, Religion, Kultur und – die zumindest in Deutschland ein wenig aus der Mode geratene – Rasse2. Eines ist ihnen allen gemeinsam: Sie sind Identitätszuschreibungen, über die flexibel der Anspruch an gesellschaftlicher Teilhabe stets aufs Neue verhandelt wird. Ihre außerökonomischen und vorpolitischen Begründungen sichern daher nur den unbedingten Geltungsanspruch. Daher ist es auch fast unbedeutend, ob für das nationales Kulturerbe Hermann der Cherusker3 oder Prinz Poldi4 seinen Kopf hinhalten muss. Entscheidend ist vor allem, wie gut sich die jeweiligen Märchen von Aufopferung und Heldentum für die nationalen Identität nutzbar machen lassen. Eine Strategie, die deshalb nur darauf abzielt diese Identitäten anhand geschichtlicher Fakten zu blamieren, greift zu kurz.

VI

Wir rufen deshalb dazu auf die Feierlichkeiten der Nation zu stören und zu verunglimpfen. Wenn sich Deutschland als Kulturnation und Hort der Freiheit und Gleichheit feiert, um in Zeiten kapitalistischer Krise Zuversicht zu verbreiten, wollen wir den Finger in die Wunde drücken. Deshalb wird am 16. Mai 2009 eine antinationale Demonstration durch Detmold ziehen, nicht um den Vorwurf der Geschichtsfälschung zu erheben, sondern um die Nation immer dort zu Treffen wo sie versucht sich selber zu legitimieren. Kurz: Der Nation das Herz zu brechen.

19.08.2010: Kapitalistische Vergesellschaftung und nationalistische Ideologie

- 19.08.2010; 19.00 Uhr; Carl-Zeiss-Straße 3 Hörsaal 7 -

Der Vortrag befasst sich im ersten Teil mit einigen Thesen, die um das Verhältnis kapitalistischer Gesellschaft, Staat, Krise und nationalistischer Ideologiebildung kreisen. Sie werden erörtern, ob und in wieweit es einen deutschen Sonderweg gibt, was es heißt, von einem deutschen Kapitalismus zu sprechen, was diesen auszeichnet und was das deutsche Modell heute so attraktiv macht für historische Nachzügler kapitalistischer Entwicklung. Dabei wird auch zur Sprache kommen, was in Deutschland „Krise“ bedeutet und wie sich eine radikale Linke, die diesem Begriff gerecht werden will, zu einer solchen Krise zu verhalten hat.
Der zweite Teil diskutiert systematisch das Verhältnis von kapitalistischer Gesellschaft, dem Staat und der Ideologiebildung im Rahmen einer als Krisengeschichte verstandenen kapitalistischen Gesellschaft.
Dabei wird die marxsche Kritik an Wert, abstrakter Arbeit und der Warenförmigkeit der Produkte erläutert und dargelegt, wieso dazu auch die Individuen durch den Staat in die Form des Subjekts gebracht werden mussten. Die marxsche Kritik war zwar im speziellen eine Kritik des liberalen Kapitalismus, die aber dabei im Allgemeinen auch auf die totalitäre Tendenz dieser Gesellschaft abzielte. So wie der Nazifaschismus bereits im frühen Kapitalismus in Keimform angelegt war, so kann bereits auch die marxsche Kritik als vorauseilende Kritik am Nazifaschismus gelesen werden.

Flyer Martin Dornis

Schwarz. Rot. Gold …sind nicht mal alles Farben!

Antinationalistische Veranstaltungsreihe und Demonstration in Jena

Nationale Feierlichkeiten gibt es in diesem Jahr zu Hauf: Die Fußball-WM führte zu wochenlangem Ausnahmezustand in den Städten der Republik, jedenfalls bis zum Ausscheiden der deutschen Mannschaft. Die Nation, in der alle Papst, Lena oder überhaupt Deutschland sind, feiert sich regelmäßig zum 3. Oktober. Zum 20-jährigen Jubiläum des „Tages der deutschen Einheit“ wird der Wiedererrichtung der gesamtdeutschen Nation gedacht. Das auf der Basis einer Blutsgemeinschaft konstruierte „deutsche Volk“ ist endlich wieder in einem einzigen Staat zu Hause – Einigkeit, Recht und Freiheit – zumindest für die Menschen, die das Wort „deutsch“ in ihrem Ausweis stehen haben.
Die Reihenfolge ist auch dabei nicht zufällig: Freiheit, auf der ein emanzipatorisches Leben aufbaut, steht hier an letzter Stelle, zuvor kommt das Recht und über Allem steht die Einheit als Selbstzweck. Seine historische Entsprechung fand dieser Zweck in der „Wiedervereinigung“ 1990.

Die Fußballherrennationalmannschaft wird als Vorzeigebeispiel für gelungene Integration gefeiert1, Demokrat_innen blockieren Naziveranstaltungen und der Bundeskanzler ist eine Frau. Dass diese Gesellschaft das Gegenteil von Emanzipation ist, zeigt sich nicht
an Hitlergrüßen und der „Deutschland über alles“ Hymne2, sondern beim täglichen Blick aus dem Fenster. Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und sozialdarwinistisches Denken sind der nationale Normalzustand3.
Die kapitalistische Gesellschaft reproduziert sich und diese unerträglichen Zustände jeden Tag aufs Neue – Entkommen ausgeschlossen. Leistungsprinzip und Profitstreben werden sozialisiert, dabei gaukelt Demokratie Mit- und Selbstbestimmung vor. „Linke“ Parteien und Gewerkschaften sind ein Teil dieser Illusion.

Diese Nation also feiert sich selbst und Jena feiert mit, denn schließlich haben die Farben des Jenaer reaktionären Männerbundes, der Urburschenschaft Arminia auf dem Burgkeller, ihren Wiederhall in der deutschen Nationalfahne gefunden4. Passend zum deutschen Nationalfeiertag soll am 3. Oktober eine Ausstellung mit dem Originalfetzen „als ein besonders spannendes Stück deutscher Erinnerungskultur“5 eröffnet werden. Ganz vorne dabei ist in der Diskussion um die Wiege der Nationalfahne die Initiative „Jenaer Symposium“, die aus diesem Grund ein Nationalmuseum in Jena fordert6.
Die „deutschen Farben“ stehen jedoch keinesfalls für ein fröhliches, weltoffenes und friedliches Deutschland7, sondern sind Symbol für Abgrenzungsmechanismen und Gewalt nach Außen sowie Diskriminierung und Repression nach Innen, Symbol für einen Nationalstaat im Kapitalismus. Deutscher Nationalstolz wird von den Opfern des Nationalsozialismus, Ihren Kindern und allen, für die das deutsche Wesen8 nur die Freiheit der Anderen ist, immer als Gefahr verstanden werden. Eine Tatsache der sich keine noch so optimistische und euphorische Gesellschaft von Gutmenschen verschließen darf. Deutschland kann nicht ohne Auschwitz gedacht werden.

Die Öffentlichkeit und Medienwelt sieht jedoch anders aus: Nationale Identität wird positiv aufgeladen, sodass der angeblich geläuterte deutsche Staat und seine Bürger_innen wieder stolz sein dürfen. 60 Jahre nach dem Nationalsozialismus sei schließlich ein Schlussstrich zu ziehen. Dieser bedeutet für viele nicht einmal nur das Abschließen mit dem Nationalsozialismus, sondern im Gegenteil: Deutschland wird als Erinnerungsweltmeister dargestellt: man habe die Vergangenheit hervorragend aufgearbeitet und die Bundeswehr zöge nicht trotz, sondern wegen Auschwitz in Kriegseinsätze.9

Angesichts dieser Zustände ist es dringend notwendig die Waffe der Kritik zu schärfen. Daher veranstalten wir im Herbst 2010 unter dem Titel „Schwarz. Rot. Gold. …sind nicht mal alles Farben“ eine Veranstaltungsreihe zu verschiedenen Aspekten des Nationalismus. Den Höhepunkt der Kampagne bildet die kritische Demonstration am 3. Oktober. Themen der Veranstaltungsreihe werden sein:

  • Nationalismus und Kapitalismus
  • Die Besonderheit des Deutschen Nationalismus und internationaler Vergleich
  • Geschichte der Burschenschaften und Nationalismus
  • die Sonderrolle Israels
  • Alle interessierten Menschen sind eingeladen, sich weiterzubilden, zu diskutieren und an der Demonstration teilzunehmen.

    Kommt nach Jena für eine kraftvolle Demonstration gegen Nationalismus, Kuschel-Patriotismus und Kapitalismus, für eine emanzipierte Gesellschaft!
    Nie wieder Deutschland!
    Nationaler Normalzustand ist nicht erträglich!

    1. z.B. Pressemitteilung der Nachrichtenagentur dts „Angela Merkel: Nationalmannschaft ist Vorbild für Integration“ http://tinyurl.com/333w3kz [zurück]
    2. Erster Satz der ersten Strophe der Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland [zurück]
    3. Vgl. Heitmeyer, W.: Deutsche Zustände. Folge 9. Suhrkamp Verlag (2010) [zurück]
    4. Die Burschenschaft Arminia und ihre „Insignien“ http://www.burgkeller-jena.de/geschichte/insignien/ [zurück]
    5. Die Ausstellung im Stadtmuseum Jena http://tinyurl.com/32jwqam [zurück]
    6. Verein Jenaer Symposium http://www.symposium.ag/srg/?cat=59 [zurück]
    7. Kristian Philler (Symposium Schwarz-Rot-Gold“ auf Jenapolis http://tinyurl.com/3xksm6d [zurück]
    8. Aus „Deutschlands Beruf“ von Emanuel Geibels: „es mag am deutschen Wesen [..] die Welt genesen“ [zurück]
    9. Rede Joschka Fischers zum Kosowoeinsatz der Deutschen Bundeswehr http://tinyurl.com/3yscaw [zurück]

    „Unpolitisch bis zum Endsieg“ – Studentische Verbindungen als Ausdruck deutscher Normalität

    Im Gegensatz zu anderen Städten, wie z.B. Gießen, oder Marburg, bekommt man im schönen Frankfurt Burschenschafter oder Angehörige anderer Verbindungen relativ selten zu Gesicht. Aber wie in allen Universitätsstädten tummeln sich auch hier zahlreiche verschiedene Verbindungen und damit auch ihre Mitglieder.

    Mit der vorliegenden Broschüre wollen wir versuchen, einen Einblick in das Universum der studentischen Verbindungen zu geben. Wir wollen euch die vielfältigen unterschiedlichen Verbindungen, ihre Geschichte und ihre Traditionen vorstellen. An wenigen ausgewählten Beispielen versuchen wir dann, die Spitze des Eisberges der Aktivitäten von Verbindungen und die unübersichtlichen Verstrickungen der Verbindungen unter einander klar zu machen, gleichzeitig wollen wir noch mal zeigen: Burschenschaft ist nicht gleich Turnerschaft ist nicht gleich Sängerschaft etc. pp.

    Nicht ganz so einfach haben wir es uns mit dem ideologiekritischen Part dieser Broschüre gemacht. Abweichend von vielen anderen Argumentationen, die in der Kritik von Verbindungen verwand werden, ist es für uns nicht von erster Priorität, allen Verbindungsangehörigen nachzuweisen, dass sie 100% Nazi sind. Vielmehr ist es uns wichtig darauf hinzuweisen, dass sie nicht Nazi sein müssen, um abscheulich zu sein,
    sondern in ihrer Normalität mithin schon zahlreiche Gründe und Anlässe dafür bieten, sie zu kritisieren und anzugreifen. Aber lest einfach selbst…

    Zu Guter Letzt haben wir noch ein Verbindungs-ABC – ohne dass man sich in der Sprache der Verbindungen nur schwer zurechtfindet – und eine Liste der Frankfurter Verbindungen und ihre Adressen angefügt.

    „Unpolitisch bis zum Endsieg“ – Studentische Verbindungen als Ausdruck deutscher Normalität