[15.12.2010] Roger Behrens: Made in Germany. Gibt es Popkulturnationalismus?

Mittwoch, 15.12.2010, 19.00 Uhr, Carl-Zeiss-Str. 3, Hörsaal 8
Das, was wir “Kultur” nennen, ist aufs engste mit der Idee der Nation verbunden; der bürgerliche Nationalismus formiert sich nicht nur in der Politik, sondern gerinnt als Ideologie mehr und mehr zur “Kultur”. Schon im neunzehnten Jahrhundert entfaltete sich dieser Zusammenhang wesentlich in der Ambiguität von Nationalkultur und Kulturnation. Dies ist im Kontext der Verfallsgeschichte der bürgerlichen Gesellschaft darzustellen, nämlich in Hinblick auf grundsätzliche Veränderungen, denen die Sphären der Kultur, aber auch der Politik unterworfen sind.
Dass Nationalismus sich heute anders zeigt als vor einhundert Jahren, auch wenn er an Chauvinismus und an seiner mörderischen Aggressivität nichts eingebüßt zu haben scheint, soll an der Dynamik der Kultur – von der Hochkultur bis zur gegenwärtig in ihrer Endphase sich zeigenden Popkultur – ebenso nachvollzogen werden wie an der “politischen Kultur”.

Vortrag „Deutschtum als Prinzip“ im Radio

Am 18.11. sendet das Inforadio Jena eine Aufzeichnung des Vortrags „Deutschtum als Prinzip – Der Einfluss studentischer Verbindungen auf den Alltagsnationalismus“. Zu hören gibt es das Ganze 15.00-17.00 Uhr im Offenen Hörfunkkanal Jena auf UKW 103,4, Kabel 107,90 MHz sowie im Livestream.

4.11.2010: Deutschtum als Prinzip
Der Einfluss studentischer Verbindungen auf den Alltagsnationalismus

04. November 2010, 19.00 Uhr; Carl-Zeiss-Straße 3, Hörsaal 8

Studentische Verbindungen sind politisch. Ob Burschenschaft, Landsmannschaft oder Corps: Sie alle eint die Idee, eine Deutschnationale Führungselite in möglichst vielen Bereichen der Gesellschaft zu etablieren.

Die Funktionsweise ist offensichtlich: Häufig schon entsprechen vorgeprägte, junge Studenten treten in eine Verbindung ein, durchlaufen die Verbindungsinterne „Erziehung“ und stehen am Ende als „Alter Herr“ mit einem, zum Verbindungswesen passenden, Nationalismus und Elitedünkel in Spitzenpositionen der Gesellschaft. Im Anschluss fördern sie ihrerseits jüngere Verbindungsbrüder mit Seilschaften und Geldspenden.
Dieses korporierte Prinzip funktioniert mittlerweile schlechter als zu Hochphasen des Verbindungswesens, auch wenn es alles andere als tot zu sein scheint. In Zeiten des zunehmenden Rassismus und „ungezwungem Nationalstolz“ können auch Studentenverbindungen wieder mit zulauf rechnen.

Der Vortrag wirft daher einen Blick in die „Blackbox“ Studentenverbindung und geht der Frage nach, wie die Verbindungen den alltäglichen Nationalismus im deutsch-sprachigen Raum begünstigen.

4.11.2010: Deutschtum als Prinzip
Der Einfluss studentischer Verbindungen auf den Alltagsnationalismus

04. November 2010, 19.00 Uhr; Carl-Zeiss-Straße 3, Hörsaal 8

Studentische Verbindungen sind politisch. Ob Burschenschaft, Landsmannschaft oder Corps: Sie alle eint die Idee, eine Deutschnationale Führungselite in möglichst vielen Bereichen der Gesellschaft zu etablieren.

Die Funktionsweise ist offensichtlich: Häufig schon entsprechen vorgeprägte, junge Studenten treten in eine Verbindung ein, durchlaufen die Verbindungsinterne „Erziehung“ und stehen am Ende als „Alter Herr“ mit einem, zum Verbindungswesen passenden, Nationalismus und Elitedünkel in Spitzenpositionen der Gesellschaft. Im Anschluss fördern sie ihrerseits jüngere Verbindungsbrüder mit Seilschaften und Geldspenden.
Dieses korporierte Prinzip funktioniert mittlerweile schlechter als zu Hochphasen des Verbindungswesens, auch wenn es alles andere als tot zu sein scheint. In Zeiten des zunehmenden Rassismus und „ungezwungem Nationalstolz“ können auch Studentenverbindungen wieder mit zulauf rechnen.

Der Vortrag wirft daher einen Blick in die „Blackbox“ Studentenverbindung und geht der Frage nach, wie die Verbindungen den alltäglichen Nationalismus im deutsch-sprachigen Raum begünstigen.

Antinationalistische Demo am 3.10.
13.00 Uhr Holzmarkt

Auftaktkundgebung: 13.00 Uhr Holzmarkt
Start: 13.30

EA-Nummer: 0173-1585737
Karte/Route: Demoroute

Heute traf nun auch der Auflagenbescheid ein. Ordnungsamt und Stadt wollten unsere Route, direkt entlang der Einheits-Feierlichkeiten nicht genehmigen. Sie konnten allerdings durch das Verwaltungsgericht Gera davon überzeugt werden, dass unsere Demo die geplante Roue laufen kann.